P. Herbert Gimpl in Arequipa
Pater Herbert Gimpl im Gespräch mit Menschen in Arequipa, Peru.
Gemeinschaft von Innsbruck in Limone
Die Gemeinschaft von Innsbruck mit einigen Gästen im Geburtshaus von Daniel Comboni in Limone. Links : Pater Aldo Sierra Moreno und Pater Herbert Gimpl. Ganz rechts: Bruder Günther Nährich.

„Der Hoffnung eine Stimme geben …“

… das sieht Pater Herbert Gimpl in Innsbruck als unseren missionarischen Auftrag. Pater Gimpl begleitet zusammen mit dem mexikanischen Mitbruder Pater Aldo Sierra Moreno neun Studenten der Comboni-Missionare in ihrer Ausbildung. Er war bis vor zwei Jahren insgesamt 22 Jahre in Peru tätig, die meiste Zeit davon in Arequipa.

Manchmal werde ich gefragt, ob ich mich in Innsbruck eingewöhnt hätte, ob ich noch Heimweh nach Peru hätte und wie es denn hier sei. Auf die letzte Frage antworte ich dann: „Anders“. Es geht nicht darum, Vergleiche anzustellen. Ich habe zu meiner neuen Aufgabe hier Ja gesagt und ich will sie, so gut ich kann, auch erfüllen und gebe meine Kraft hinein.

Unsere Gemeinschaft zählt jetzt neun Studenten, sowie Pater Aldo und mich. Wir bilden eine lebendige Gemeinschaft, in der wir uns gegenseitig helfen.
Seit meiner Rückkehr aus Peru bin ich wieder in die deutschsprachige Provinz eingebunden und wurde in den neuen Provinzrat gewählt, eine nicht einfache Aufgabe in schwierigen Zeiten. Wir wollen in die Zukunft blicken und diese mitgestalten, denn unser missionarischer Auftrag besteht ja weiter.

In der Pfarrei „El Buen Pastor“ in Arequipa führen meine Mitbrüder die begonnene Arbeit weiter. Die beiden Kindergärten „San Rafael“ und „San Daniel Comboni“, die medizinische Ambulanz der Pfarrei und die Armenküche und so manche Menschen, die im Elend leben, brauchen unsere Hilfe. Die Verteuerung der Lebensmittel hat auch vor Peru nicht Halt gemacht und die Ärmsten spüren sie am meisten.

Mit den Verantwortlichen der Gefängnispastoral in Arequipa und in Lima bin ich auch noch in Kontakt. Manchmal schalte ich über das Internet den Radiosender aus Arequipa ein, der das Programm „La Voz de la Esperanza“ (Die Stimme der Hoffnung) ausstrahlt – mit Grüßen aus dem Gefängnis und ins Gefängnis. Ein paar Mal habe ich auch angerufen und die Grüße, die man mir schickte, erwidert.

Der Hoffnung eine Stimme zu geben – das ist, so meine ich, unser missionarischer Auftrag heute, hier in Europa und über unsere Grenzen hinaus.