chirurgische Abteilung
St. Joseph's Hospital, vor der chirurgischen Abteilung
P. Josef Gerner mit Cofrey
Pater Josef Gerner mit Cofrey (16), Rebellenopfer
Helene Dingler mit Rudolfo
Helene Dingler mit Rudolfo, ehemaliger Rebellensoldat, beim Auspacken der Verbandsstoffe (Februar 2004, Besuch im St. Joseph's Hospital)
Uganda-Karte
 

Hilfe für das St. Joseph’s Hospital Kitgum/Uganda

St. Joseph’s Hospital Kitgum

Das St. Joseph’s Hospital Kitgum wurde vor 80 Jahren von Comboni-Schwestern gegründet und untersteht dem Erzbischof von Gulu. Vor 25 Jahren wurde es dem afrikanischen Orden „ Little Sisters Mary Immaculate“ übergeben.

Das Krankenhaus ist inzwischen auf 350 Betten angewachsen. Da infolge des Rebellenkrieges im Norden Ugandas alle Gesundheitsstationen zerstört sind, obliegt die gesamte Patientenversorgung den Krankenhäusern.

Das Krankenhaus besteht aus folgenden Stationen: Frauen-, Männer-, Unterernährten-, Chirurgische-, Tuberkulosestation sowie eine Innere Abteilung.

Außerdem gibt es eine Kinderstation, die über 102 Betten verfügt und oft 5-fach überbelegt ist.

Da die meisten Bewohner Nordugandas in riesigen Flüchtlingslagern leben müssen, ohne ausreichende Versorgung, sind die Kinder dort am schlimmsten bedroht von Krankheiten wie Malaria, Durchfall, Unterernährung und Atemwegserkrankungen. Brandwunden, Verletzungen und Verstümmelungen durch Rebellenüberfälle sind an der Tagesordnung. Für viele dieser ärmsten Patienten kommt Comboni-Missionar Josef Gerner für die Krankenhauskosten auf.

Stationäre und ambulante Versorgung

Im Hospital werden jährlich etwa 16.000 Patienten aufgenommen. Ein Teil sind Kriegsverletzte und Rebellenopfer, die durch schwerste Verletzungen oft bis zu 4 Monaten und länger im Krankenhaus bleiben müssen. 75 % aller stationär Aufgenommenen sind Mütter mit Kindern. Die Unterernährtenstation ist ständig überbelegt.

Ambulant werden jedes Jahr ca. 45.000 Patienten versorgt. Sie kommen aus dem Umkreis von bis über 80 Kilometer. Das Einzugsgebiet umfasst 80.000 Personen.

Tagelange Fußmärsche mit Kranken sind an der Tagesordnung, da es keine öffentlichen Verkehrsmittel gibt. Zur Entbindung wird das Krankenhaus nur im Notfall aufgesucht (pro Jahr ca. 650 mal).

Die tägliche Versorgung der Patienten erfolgt durch Angehörige, die für sie kochen und für sie da sind. Die Angehörigen wohnen dann auf dem Krankenhausgelände und schlafen auf dem Boden der Krankenstation bei ihrem Patienten.

Personal und Finanzen

Das Hospital hat insgesamt 235 Angestellte: 5 Ärzte, 7 Hilfsärzte, 50 Krankenschwestern, außerdem Hilfsschwestern, Hebammen, Laboranten und sonstige Hilfskräfte. Ein Arzt verdient ca. 400 € monatlich und eine Krankenschwester 150 € im Monat.

Im Jahr 2004 hatte das Hospital Ausgaben von ca. 600.000 €. Davon kamen knapp 1/3 vom ugandischen Staat, die Hälfte aus Spenden, unterstützt von den Comboni-Missionaren, der Rest durch Patientengebühren. Die Eigenbeteiligung wird immer weniger, da den Menschen durch die Zerstörung ihrer Dörfer im Kriegsgebiet fast alle Einnahmequellen genommen wurden.

Das Krankenhaus bildet mit dem Distrikt ständig Schwesternhelferinnen aus. In 2001 wurde ein Aidscenter von der deutschen Ärztin Dr. Theresia Pellio gegründet, damals Leiterin und Chirurgin des Krankenhauses. Dort finden ständig Schulungen für Mitarbeiter in der Aidsarbeit statt.

200 Aidstests werden täglich durchgeführt (2 € pro Test). Man ist jedoch nicht in der Lage, eine gezielte Aidsbehandlung durchzuführen, da besondere Laboruntersuchungen notwendig sind und nur wenige Krankenhäuser in Uganda vom Gesundheitsministerium hierfür zugelassen sind. So können nur Begleitinfektionen wie z.B. TBC und Durchfall behandelt werden. Die Aidspatienten und ihre Angehörigen werden vom Krankenhaus mit Nahrung versorgt (ca. 600 Familien).

Unsere Hilfe aus Königsbronn

Wöchentlich werden 15 Pakete mit Verbandsstoffen zur Missionsstation von Pater Gerner geschickt, der Aufwand für das Porto beträgt 195 €. Gute Verbandsstoffe sind in Uganda schwer zu erhalten.

Das Porto wird über den Verkauf von Floristik, mit Diavorträgen und verschiedene Aktionen in Königsbronn finanziert.

Pater Gerner bestätigt immer wieder telefonisch, dass die Pakete über den Luftweg alle ankommen und dankt ganz herzlich für die wichtige Unterstützung.

So können Sie helfen!

Eine Portogeld-Barkasse befindet sich im Katholischen Pfarrbüro Königsbronn, Aalener Str. 9

Weitere Spendenkonten für Überweisungen:

Katholisches Pfarramt Königsbronn
Volksbank Königsbronn, Pater Gerner
BLZ 632 901 10, Kto.-Nr. 34 110 020

Comboni-Missionare Ellwangen
Kreissparkasse Ostalb, Pater Gerner
BLZ 614 500 50, Kto.-Nr. 110 617 015

Ansprechpartner:

Bitte setzen Sie sich mit uns in Verbindung!

Comboni Missionare
Missionsprokura
Bruder Günther Nährich
Rotenbacher Str. 8, 73479 Ellwangen

Telefon 07961 9055-20
Telefax 07961 9055-29
E-Mail prokura@comboni.de

Kreissparkasse Ostalb:
(BLZ 614 500 50) Kto.-Nr. 110 617 015

VR-Bank Ellwangen
(BLZ 614 910 10) Kto.-Nr. 210 930 004

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