Erste Mädchenschule in Nord-Uganda
Sacred Heart Secondary School
Comboni-Missionare gründeten 1934 in Gulu die erste Mädchenschule in Nord-Uganda. Einer der Gründe dafür war, dass die Mädchen nur selten zur Schule gehen durften. Schnell entwickelte sich die Grundschule zu einer Mittelschule und 1975 zu einem Gymnasium mit Internat. Die hervorragende Qualität der Schule zog viele Mädchen von weiten Teilen Ugandas an. Heute wird die Schule von den einheimischen Mary Immaculate Schwestern geleitet.
Politische Situation
Nord-Uganda leidet sehr unter den Folgen eines 18-jährigen Bürgerkrieges, der immer noch kein Ende in Aussicht hat. Trotzdem ist Bildung – und sei es nur Unterricht unter einem schattigen Baum – die einzige Hoffnung für all die Kinder in Nord-Uganda, insbesondere für die Mädchen.
Mädchen als Opfer des Bürgerkrieges
Viele Kinder werden mit ihren Familien von den Dörfern vertrieben. Andere müssen zusehen, wie ihre Eltern grausam ermordet werden. Viele aber werden entführt und müssen unvorstellbare Qualen in den Händen von Rebellen erleiden. Jungs werden zu Kindersoldaten, Mädchen zu Sklavinnen. Die Kinder, denen die Flucht gelingt, sind oft gebrochen und haben nichts mehr, was sie Heimat nennen können.
Missionsstationen, Krankenhäuser und Schulen werden somit immer mehr eine Zufluchtstätte für verfolgte, geschädigte und misshandelte Kinder. Gerade in dieser aussichtslosen Situation kann besonders Bildung den Kindern helfen, ihre Würde zurückzugewinnen und ihnen eine neue Perspektive in ihrem Leben zu geben.
Schwerpunkte der Sacred Heart School
- Verarbeitung von Traumata, verursacht durch Krieg, Armut, Aids, etc. durch den Aufbau eines neuen Selbstbewusstseins in den Schülerinnen, neben:
- Vorbereitung der Schülerinnen auf das Leben und auf eine berufliche Laufbahn durch Vermitteln von Wissen und Fertigkeiten
- Vermittlung von sozialen Werten und Aufbau von Selbstvertrauen durch die Förderung von Begabungen durch akademische, soziale, kulturelle und spirituelle Kurse
Eltern bauen Schlafgebäude wieder auf
Durch den Bürgerkrieg wurde viel Schuleigentum geplündert und oft auch völlig zerstört. Die Eltern selbst, durch den Bürgerkrieg verarmt, halfen mit all ihren geringen Möglichkeiten, eines der Schlafgebäude wieder aufzubauen. Für den übrigen Aufbau ist Hilfe von außen notwendig.
Br. Michael Dietrich hilft der Schule
Comboni-Missionar Br. Michael Dietrich leitet seit 1994 die diözesanen Werkstätten in Gulu. Er unterstützt die Arbeit dieser einheimischen Schwestern, insbesondere in der Sacred Heart School. Mit seinen Bautrupps begann er mit dem eigentlichen Wiederaufbau der Schule:
- acht neue Klassenzimmer wurden gebaut
- sechs wurden renoviert
- Neubau von Schlafräumen
- Erneuerung von Labor und Küche
- Bau eines Speisesaals und einer neuen Küche mit energiesparenden Herden
- Bau eines großen Wassertanks mit Wasserpumpen und Zuleitung
Ihre Hilfe ist weiterhin nötig ...
Sr. Mary Carla Ajio, die jetzige Direktorin der Schule, schreibt: „Die Schule ist gebaut für 680 Schülerinnen, muß aber im Moment 860 Mädchen unterbringen... und die Zahl steigt weiter! Deshalb bitte ich um Hilfe für:
- Bau von 6 neuen Klassenzimmern
- weitere Schlafsäle
- Bau von sanitären Anlagen
- Anschaffung von 150 Schulgarnituren (Bänke und Pulte).“
So können Sie helfen!
| 50 gebrannte Ziegelsteine | 10 Euro |
| 1 stabiler Stuhl | 20 Euro |
| 1 Schulpult | 40 Euro |
| 1 Stockbett aus Metall | 60 Euro |
| Fenster für Klassenzimmer | 200 Euro |
| Einrichtung eines gesamten Klassenzimmers | 2500 Euro |
Bitte setzen Sie sich mit uns in Verbindung
Comboni Missionare
Missionsprokura
Bruder Burno Haspinger
Rotenbacher Str. 8, 73479 Ellwangen
| Telefon | 07961 9055-20 |
| Telefax | 07961 9055-29 |
| prokura@comboni.de |
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(BLZ 614 500 50) Kto.-Nr. 110 617 015
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Länderinformationen Uganda:
- beim Fischer Weltalmanach
