Das erste
Comboni-Missionshaus im deutschen Sprachgebiet wurde auf das
gemeinsame Drängen des Vatikans (Propaganda Fide) und des
Österreichischen Kaiserhauses in Milland
bei Brixen gegründet. Es sollte bis heute
eine wechselvolle Geschichte durchstehen.
Im Jahr 1903 wurde das neue Missionshaus, das heutige –
inzwischen abgegebene – Jakob-Steiner-Haus, eröffnet.
Der bewohnbare Christelehof wurde als Schülerheim hergerichtet
– „Xaverianum“ genannt nach dem Erbauer des neuen
Missionshauses und neu ernannten Bischofs von Zentralafrika, Franz Xaver
Geyer. Nachdem Südtirol nach dem 1. Weltkrieg zu Italien kam, setzte ein
harter Italienisierungsprozeß im Land
ein, sodass sich die Kongregation nicht mehr in der Lage sah, den Betrieb
aufrecht zu erhalten. 1927 wurde das Haus verkauft, die Schüler zogen nach
Graz. Die zum Anwesen gehörende
Ruine Vintler-Platsch wurde 1914 renoviert und zum neuen Missionshaus umgestaltet.
Nach dem 2. Weltkrieg renovierte man den ehemaligen Christelehof und baute
das neue Schülerheim Xaverianum dazu. Durch das Entstehen neuer Schulen
und besserer Straßenverbindungen im ganzen Land, wurde das Schülerheim
nach und nach überflüssig und
1988 geschlossen. 10 Jahre lang belegte es die Autonome Provinz für verschiedene
Schulen.
Von seiner Gründung 1895 an bis 1971 war das Haus in Milland mit einer Unterbrechung
während des Zweiten Weltkriegs auch Scholastikat der Kongregation (also das
Ausbildungshaus für künftige Priester unserer Gemeinschaft) und teilweise auch Noviziat.
Heute dient das Haus zur Verbindung mit der Weltkirche und zur Verbreitung des solidarischen
Gedankens mit den Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika. Wir nennen diese Arbeit
„missionarische Bewusstseinsbildung“.
Anfang Juni 2003 wurde das
„Haus der Solidarität Luis Lintner“
im früheren Schülerheim
Xaverianum eröffnet. Das “Haus der Solidarität”, das durch den Schulterschluss verschiedener
Eine-Welt-Gruppen und -Initiativen in Südtirol zustande gekommen ist, will ein Zentrum der
Begegnung, der Information und Bewusstseinsbildung sein.
Wir möchten auch einen neuen Anlauf in der missionarischen Zusammenarbeit mit jungen
Menschen in Südtirol machen. Für diese Jugendarbeit und Berufepastoral ist zum 1. Januar
2007 Pater Anthony Kibira federführend zuständig. Pater Anthony stammt aus Uganda und hat
2005 in Innsbruck sein Theologiestudium abgeschlossen.
TIPP: Lesen Sie den Artikel in der kontinente-Ausgabe Januar/Februar 2007 und unseren Artikel vom 5.11.2006 zur Haus-Eröffnung.
Aus Milland grüßen:
- P. Silvester Engl (Leiter des Hauses)
- Aktuelles, 28.12.2004
- P. Sebastian Hopfgartner (Seelsorge in Sarns und Albeins)
- P. Anthony Kibira (Jugend- und Berufepastoral)
- WdE, April 2007
- Aktuelles, 6.08.2005
- kontinente, Januar/Februar 2005
- Aktuelles, 5.12.2004
- Aktuelles, 31.10.2004
- P. Josef Knapp (Pfarrer in Waidbruck und Kollmann)
- Br. Linus Mischi
- P. Paul Pezzei (WdE-Beauftragter)
- WdE, Oktober 2007
- Aktuelles, 8.03.2007
- kontinente, November/Dezember 2005
- P. Anton Pramstrahler (Verwaltung und pastorale Mitarbeit in den Pfarreien von St. Andrä und Afers)
- Br. Vitus Schatzer
- P. Hubert Unterberger (WdE-Beauftragter)
So sind wir zu erreichen:
Missionshaus Milland
Vintlerweg 18
Postfach 221
I-39042 Brixen, BZ
Tel.: +39 0472 0612-00
Fax: +39 0472 0612-01
E-Mail: milland@comboni.de
Anfahrtsskizze:

Vom Bahnhof erreichen Sie das Missionshaus nach ca. 1,6 km.
