(Platzhalter) Sr. Jude Veronica Njeri
Maria Schneider P. Jakob Wellenzohn
Logo der Comboni-Missionare der DSP Maggi
Jugendliche aus Kibremengist/Äthiopien afrikanischer Mann
Priester aus Bahir Dar (Äthiopien) Mädchen aus Piura/Peru
Alois Hönle Junge aus Kibremengist
(Platzhalter) Indigena-Frau

Juni 2002

Arequipa, Peru – Jubiläumsfeier auf 5800m

P. Jim in Arequipa
Pater Herbert Gimpl mit einer Frau seiner Pfarrei.
Pater Herbert Gimpl aus Pölling bei Neumarkt ist Pfarrer in Arquipa, Peru. Aus einem Brief entnehmen wir folgenden Abschnitt:

Aus Anlass des Jubiläums "besuchte" das Gnadenbild des bekanntesten Wallfahrtsortes im Süden Perus, die 'Virgen de Chapi', alle Pfarreien unseres Bistums. In unsere Gemeinde kam sie anfangs Oktober. Die Leute nahmen sie begeistert auf.

Am 21. und 22. Oktober jubilierten auch die Andinisten (Bergsteiger in den Anden). Wie konnten sie das besser begehen als mit einer Wallfahrt auf den Hausberg von Arequipa, den über 5800 m hohen Vulkan Misti. Da sich sonst kein Priester fand, sie bei der Wallfahrt zu begleiten, habe ich mich dazu bereit erklärt. Über 100 Leute begannen den Marsch. Der Älteste war 75 Jahre alt. Einer hatte ein orthopädisches Bein. Das Wetter spielte nicht mit, es begann sogar zu schneien. Trotzdem erreichte eine Gruppe von etwa 50 Personen am Sonntag morgen den Gipfel. Auch die Begeisterung der Leute hatte den Gipfel erreicht. Die Eucharistiefeier wurde uns allen zum Erlebnis. Auch die "Virgen de Chapi" war dabei.

Aus der Höhe konnte ich die Ausdehnung der Stadt und unserer Pfarrei sehen. Unsichtbar blieben aber die täglichen Probleme der Menschen. Erst als wir wieder unten waren, wurden sie mir wieder bewusst: die große Arbeitslosigkeit, die Sorge um das tägliche Brot und die Ausbildung der Kinder, die Angst krank zu werden. Das bedrückt Erwachsene, die jungen Menschen und sogar die Kinder. Oft bleibt mir nur die Möglichkeit sie anzuhören. Eine Lösung ihrer Probleme kann ich nicht anbieten.

Das heurige Jubiläumsjahr soll nicht nur den Rahmen für schöne Feiern abgeben. Es soll uns vor allem daran erinnern, dass es in unserer Welt und in unserem Land viel Unrecht gibt. Ein besonderes Ereignis war die Taufe von Sylvia, einer Medizinstudentin aus Jena. Sie hat ein halbes Jahr in unserer Pfarrei mitgelebt und mitgearbeitet. Bei ihrem Abschied sagte sie: “Ich habe viel gelernt über mich selber, über die Menschen und ihre Kultur. Ich bin gewachsen in meiner Person und in meinem Glauben und - ich habe Jesus gefunden. Ich danke ihm und euch allen." Wir freuen uns über dieses Zeugnis für unsere Gemeinde.