(Platzhalter) junge afrikanische Frau
Hermann Bentele P. Jakob Wellenzohn
Logo der Comboni-Missionare der DSP Nina Kerker
Jugendliche aus Kibremengist/Äthiopien Katechist aus Afrika
Frau aus Kibremengist/Äthiopien Junge aus Quito / Ecuador
Daniel Mädchen aus Tabankulu (Südafrika)
(Platzhalter) Indigena-Frau

Juli 2004

Ein Zeichen der Hoffnung.

P. Herbert Gimpl und Frauengruppe
Pater Herbert Gimpl mit einer Frauengruppe in der Pfarrei. Helfende Hände sind bei den enormen Aufgaben in der Pfarrei immer willkommen.
Pater Herbert Gimpl aus Pölling bei Neumarkt ist Pfarrer in Arequipa, Perú. In einem Email mitte Mai berichtet er aus seinem Alltag.

Dienstag Nachmittag gegen vier Uhr bringe ich zwei Krankenschwestern, ausgerüstet mit einer Personenwaage und einem Messband, nach „Villa Ecológica“. Hier entsteht ein neuer Stadtteil. Während der Karwoche vor drei Jahren waren die ersten „Landnehmer“ in diese Sand- und Lavawüste, wo nur einige Kakteen wachsen, gekommen. Nur ein paar Monate später waren mehrere tausend Hektar ausgemessen und verteilt. In ein paar Jahren werden hier 2500 bis 3000 Familien ihr Zuhause haben. Bis jetzt leben hier etwa 200 Familien. Wasser schöpfen sie von Tankwagen gefüllte Zisternen. Das kostbare Nass muss natürlich bezahlt werden. Strom gibt es noch nicht. Auch die rechtliche Situation ist noch nicht klar. Eine in Konkurs gegangene staatliche Wohnbaugesellschaft möchte sich dieses Land von den neuen Besitzern bezahlen lassen. Sie selber haben keinen Cent investiert.

Unser Besuch soll den Ernährungszustand der Kinder ermitteln. So manche scheinen mangelhaft oder unterernährt zu sein. Unser Ziel ist es, so

wie in anderen Teilen unserer Gemeinde, einen Comedor für Kinder einzurichten. Achzig Kinder sollen jeden Tag ein einfaches, warmes Essen bekommen. Mit diesem täglichen Mahl wollen wir die Menschen mit ihren Problemen nicht ganz allein lassen.

Mit dem Bericht der Schwestern wollen wir die entsprechende Auswahl treffen. Ich war überrascht so viele kleine Kinder vorzufinden. Viele kennen mich ja. Seit einiger Zeit komme ich regelmäßig hierher, um mit ihnen Gottesdienst unter freiem Himmel zu feiern.

Manchmal scheint es mir, dass alles so alltäglich ist: die Not und das Elend der Menschen. Und doch jeder Tag bring etwas anderes. Es sind Menschen mit ihren Namen, mit ihrer Lebensgeschichte, denen ich begegne, Menschen, die ein Wort und ein Zeichen der Hoffnung brauchen.