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März 2007
Übergang in eine neue Welt
Pater Josef Altenburger aus Unterwilflingen bei Unterschneidheim (Aalen), ist zusammen mit seinem mexikanischen Mitbruder Aldo Sierra Leiter unseres Studienhauses in Innsbruck. Er schreibt uns:
Die meisten Studenten unseres Studienhauses kommen aus dem Süden und für viele ist es das erste Mal, Schnee zu erleben. Zumal der vergangene Winter besonders hart war.
Pater Josef schreibt: „Gleich fünf neue Studenten konnten wir Anfang des letzten Studienjahres begrüßen: Kidane aus Äthiopien, Jean-Marie aus der Republik Kongo, Adrian und Michael aus Costa Rica und Aaron aus Mexiko. Es ist jedes Mal ein harter Übergang, in eine neue Welt und besonders in die Sprache einzutauchen. Schon im August beginnt der erste Sprachkurs im Studienkolleg der Jesuiten und im Oktober ein weiterer an der Universität. Unterhaltungen laufen nur langsam an und erst nach abgeschlossener Prüfung kann im Herbst das Theologiestudium begonnen werden.“
„Für Mitte September sind wieder vier Studenten angemeldet“, sagt Pater Josef: „Diesmal alle aus Afrika (Togo, Kongo, Uganda). Dies zeigt, wie sich die personelle Situation bei uns Comboni-Missionaren gegenwärtig verändert. Aus Europa kommen nur noch ganz wenige, aus Südamerika auch nicht sehr viele. Die meisten kommen aus dem afrikanischen Kontinent, und da wieder besonders aus Westafrika.“
Wie Pater Altenburger berichtet, ist die ganze Gemeinschaft von Innsbruck einer Einladung nach Polen gefolgt. Über Nürnberg ging die Reise nach Krakau. Fünf Studenten machen dort ihr Philosophiestudium. Gleichzeitig ist es eine Zeit der Entscheidung für das Noviziat (die eigentliche Einführung in das Leben eines Ordenschristen) in Venegono/Italien. Krakau ist eine wunderschöne Stadt mit einer großen Vergangenheit. „Einen Tag verbrachten wir in Auschwitz/Birkenau“, sagt uns Pater Josef. „Diese Tragödie der Unmenschlichkeit hat uns alle tief betroffen gemacht. Und in so manchem wurde auch die Gegenwart in vielen Ländern wach, wo unzählige Menschen durch Genozide und Kriege getötet werden.“ Er fährt fort: „Ein Besuch in Polen kann einfach nicht vorbeigehen an dem Marienwallfahrtsort Tschenstochau. Das beeindruckende Muttergottesbild wird von über vier Millionen Pilgern jedes Jahr besucht. Man sagte uns, Polen könne man ohne dieses Bild nicht verstehen.“
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